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40 Jahre Hundertmark: Ära neigt sich dem Ende zu Drucken
Geschrieben von Gerhard Menkel   


Wechsel beim TSV Twiste: Christian Mertens und sein Vorgänger als Abteilungsleiter, Uli Hundertmark, der seit 40 Jahren die Leichtathleten bekannt gemacht hat. (Foto: © mn)

Twiste. Kurzer Satz für das Ende einer langen Ära: Leichtathletikwart Christian Mertens, hieß es im Bericht zur Jahreshauptversammlung des TSV Twiste, habe seinen „langjährigen Vorgänger Ullrich Hundertmark abgelöst“.
Langjährig ist gut. Hundertmark bestimmte ziemlich genau vier Jahrzehnte lang die Twister Leichtathletik als Spartenchef und Trainer mit. Im Gespann mit seiner Frau Hilma machte er den Verein zu einer ersten Adresse in der hessischen, bisweilen auch der deutschen Nachwuchs-Leichtathletik.
Der Übergang vom 74 Jahre alten Hundertmark zum 50 Jahre jüngeren Mertens passiert nicht abrupt. Der neue Spartenleiter mischt bereits seit ein paar Jahren als Trainer und in der Organisation mit. Hilma Hundertmark unterstützt ihn im Abteilungsvorstand, und ihr Mann trainiert noch das Werfen im TSV, immer seine Domäne. „Es ist ein allmählicher Übergang.“
Er habe schon viel gelernt, sagt Mertens, der beim TSV die U 14 trainiert und beim VfL Bad Arolsen, mit dem die Twister kooperieren, gemeinsam mit Karsten Kuhn alle Aktiven. Die Nachfolge zu regeln war stets ein Thema und ein schweres Ding. Der Sport hat das Leben der Hundertmarks bestimmt, sieben Tage die Woche. Jüngere wollen das nicht. „Man muss ein bisschen Leichtathletik-verrückt sein“, hat Uli Hundertmark dazu mal gesagt.
Förderverein und Werferhaus
Beim Twister Ehepaar ging das so weit, das sie einen Förderverein ins Leben riefen und einen Weihnachtsmarkt organisierten, um Geld heranzuschaffen. Dass sie am Sportplatz das erste Werferhaus in Hessen bauten, um auch im Winter zu trainieren. Dass sie im eigenen Haus einen Kraftraum einrichteten. Dass sie sich Wochenende für Wochenende hinters Steuer setzten, um die Athleten zu Wettkämpfen in ganz Deutschland zu kutschierten. Oder auch zu Terminen bei Bundestrainern. Eine ganze Zeit lang war Stuttgart ein Ziel. Alle zwei Wochen durch die halbe Republik für ein paar Übungseinheiten. Es hat ihnen auch genützt. Die Hundertmarks haben sich Tipps geholt, wo immer sie welche erhielten.
Kritiker und Kummerkasten
Seit etlichen Jahren ist es stiller geworden um die Twister Leichtathletik. Uli Hundertmark trainiert aktuell als einzige Werferin Kim Langendorf. Doch es wird schwieriger. Es ist nicht nur das Alter, Hundertmark ist wegen Amputationen als Folge einer Diabetes gehandicapt. Das schränkt ihn immer stärker ein, auch wenn er sein Fachwissen nach wie vor abrufen kann. Auch sein trockener Witz ist lebendig, das Wissen um die zahllosen Sportler, die er und seine Frau angeleitet, betreut und begleitet haben, für die sie auch Ansprechpartner, Kritiker und Kummerkasten waren, ist frisch.
„Er wird sich reinarbeiten“
Die Zeiten sind vorbei. Beim TSV ist jetzt die Kinderleichtathletik stark, eine von drei Gruppen betreut die Hundertmark-Tochter Antje. Es gibt Kontinuitäten. An diesem Sonntag startet der 23. Twister Volkslauf, auch die Termine für zwei Wurf- und Sprungmeetings in diesem Jahr stehen. Dabei trägt Christian Mertens mehr Verantwortung. „Er ist sehr engagiert und wird sich reinarbeiten“, sagen die Hundertmarks. „Beide helfen mir weiter“, sagt der 24-Jährige, das sollen sie so lange es geht.“(mn)
Zum Bericht auf www.wlz-online.de
 
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